Jerusalem – Stadt dreier Religionen

Jerusalems Bedeutung für die Religionen beginnt mit der Geschichte Abrahams: denn auf Geheiß Gottes brachte Abraham seinen Sohn Isaak zum Berg Moriah, um ihn als Brandopfer dem Herrn darzubringen. Heute ist die heilige Stadt der Brennpunkt dreier Weltreligionen. Oft umkämpft, aber immer umstritten ist die Hoheit über das etwa 480x300m große Tempelberggelände, auch Har haBait oder Haram al-Sharif genannt.


Nach
der Eroberung Ostjerusalems im Sechs-Tage-Krieg erlaubte Israel dem Waqf (eine islamische religiöse Stiftung), die Herrschaft und Kontrolle über den Tempelberg beizubehalten. Trotz dieses Zugeständnisses, das bis heute aufrechterhalten wird, löste der Besuch Ariel Sharons auf dem Tempelberg eine jahrelange blutige Intifada aus.

Ein anderer Spannungspunkt, diesmal intrareligiöser Natur, ist die Grabeskirche. Seit Jahrhunderten kämpfen die verschiedenen Kirchen um jeden Quadratzentimeter Kontrolle, was während christlicher Feiertage schon öfter zu handgreiflichen Auseinandersetzungen führte. Der religiöse Wetteifer macht auch nicht vom (mutmaßlichen) Grab Davids halt, worüber sich laut Überlieferung der Ort des letzten Abendmahls, auch Coenaculum genannt, befindet. Erst jüngst löste der Papstbesuch bei einigen orthodoxen Juden Empörung aus, als Gerüchte laut wurden, daß Israel der katholischen Kirche den Abendmahlssaal abtreten will. Siehe z.B. http://www.taz.de/!138384/.

Die Tour beginnt auf dem Ölberg mit Blick auf die Altstadt und den Tempelberg. Danach fahren wir zum Tempelberg-Sieb-Projekt im Kidrontal und nehmen Teil an dem Heraussieben antiker Fundstücke aus dem Schutt, den der Waqf auf Müllhalden geschüttet hat (siehe auch http://www.deutschlandradiokultur.de/israel-ausgrabungen-im-heiligen-land.979.de.html?dram:article_id=272914). Anschließend fahren wir zum Zionsberg und betreten zu Fuß das jüdische Viertel. Nach einem Blick auf die Klagemauer begeben wir uns auf den Tempelberg zur Al-Aqsa-Moschee, zum Felsendom und Brunnen von Qayit-Bay, und verlassen diesen durch das Kettentor. In der Shashelet-Gasse sehen wir weitere Beispiele mamlukischer Baukunst, danach kehren wir in die Via Dolorosa ein und folgen den christlichen Einflüssen. Nach der Grabeskirche geht es zum Abendmahlssaal, zum Grab Davids und schließlich über die Gobat-Schule und den protestantischen Friedhof wieder zurück zum Zionsberg. Auf Wunsch findet im Anschluß an die Tour ein gemütliches Get-Together statt, in dem wir die Eindrücke des Tages aufarbeiten und diskutieren.

Dauer: Ganztägig, beginnend ca. 8 Uhr (in Absprache mit den Teilnehmern)

Schwierigkeitsgrad: Mittel. Die Tour ist großenteils zu Fuß. Ich empfehle daher gute, bequeme Schuhe. Während der Tour werden wir eine Mittagspause machen, bei Bedarf auch die ein oder andere „Kaffeepause“ einlegen.

Bekleidung: Voraussetzung für die Teilnahme an der Tour ist angemessene Kleidung. Für Männer bedeutet das eine lange Hose und kurz- oder langärmeliges Hemd, keinesfalls jedoch ein ärmelloses Hemd. Für Frauen ist das ein langer Rock, der zumindest die Knie verhüllt, oder eine lange Hose, sowie am besten eine langärmelige Bluse (deren Ärmel man hochkrempeln kann) oder alternativ eine kurzärmelige Bluse und ein Tuch, das die Schultern und Arme bedeckt. Auf keinen Fall provokative Kleidung tragen. Am Eingang zu religiösen Stätten und Heiligtümern werden Besucher, die in den Augen der Wächter unangemessen gekleidet sind, zurückgewiesen.

Unbedingt mitbringen:

  • Hut oder Mütze zum Schutz vor der Sonne
  • Sonnenschutzcreme mit ausreichendem Schutzfaktor

Preise

Ab Jerusalem: €530*

Von/nach Tel Aviv: €590*

Weitere Angebote z.B. für Gruppen, VIP-Touren usw. auf Anfrage!

* Alle Preise sind Tagespauschalen und beinhalten Führung und Transport von bis zu 4 Personen. Änderungen vorbehalten.

Nicht enthalten im Preis sind Essen/Restaurants, Eintrittsgelder und persönliche Ausgaben.

Weitere Informationen und Buchungen

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